Hier geht es nicht darum, ob das Erzählte wahr ist oder nicht, 

                                                       sondern um die Frage, ob der Inhalt Wahrheitswert beanspruchen kann.

 

 

 

 

„8mm“ –behandelt die Frage nach dem Verhältnis zwischen Fotografie und Realität, nach der Konstruktion von Erinnerung und nach der Veränderbarkeit

der Wirklichkeit durch die Fotografie. So sehe ich alle digital vorgenommenen Veränderungen nicht als Manipulation des Ursprungbildes, sondern 

sie stehen für eine Weiterentwicklung der originalen Fotografie hin zu einem in Farben, Formen und Korrespondenzen eigenständigen, neuen Bild.

Meine Arbeiten sind Zeitabrisse einer Erzählstruktur, die Unschärfe ist ein Stilelement des Flüchtigen, ein subjektives Anschauungsbild einer möglichen Wirklichkeit,

sie verorten sich im sozialen, philosophischen und geschichtlichen Feld. Ich bediene mich bei der Collagetechnik und den Retuschemöglichkeiten der modernen Fototechnik. 

Die narrative Organisation ist ganz offensichtlich eine der fundamentalsten Ordnungen der Information,

für deren Mitteilung ebenso wichtig, wie für die Erinnerung. Narration ist  als kommunikativer Akt zu verstehen, in dem eine Geschichte entfaltet wird, 

deren Erschließung Aufgabe eines interpretierenden Zuschauers ist.      frauklocker